Politik reagiert und sieht Konsilidierungsprozess

In den Landeszeitungen vom 26.11.2022 sehen die Stv. Regierungschefin Sabine Monauni (Volksblatt) und die Landtagsabgeordnete Norma Heidegger (Vaterland) einen Konsolidierungsprozess bei den Casinos bzw. Fortschritte in der Problemlösung.
Anmerkungen: Gibt es durch diese Massnahmen einen Spielautomaten weniger im Land? Wird sich der gesamte Bruttospielertrag dadurch verringern? Warum gilt nach wie vor kein Rauchverbot?

Casino-Abgaben-Regierung will mehr Handlungsspielraum

Die Landeszeitungen berichten in ihren Ausgaben vom 24.11.2022, dass der boomende Casinomarkt dem Staat bisher 118 Millionen Franken bescherte. Die Regierung wolle die Spielbanken nicht weghaben, doch zumindest vergrämen, sprich noch mehr Geld einnehmen.

Anmerkung: Das Image, dass Liechtenstein seinen Namen für Geld verkauft, wird verstärkt, weil nun auch noch die Gier dazu kommt.

Casinos ohne inländisches Bedürfnis

Das Volksblatt berichtet am 16.11.2022 über die Besucher in den Liechtensteiner Casinos und stellt anhand von Statistiken fest, dass nur gerade 10 Prozent davon aus Liechtenstein sind.
Anmerkung: Ist es aus freund-nachbarlicher Sicht klug, die in den Nachbarländern bewusst restriktiv gehaltene Casino-Angebote unsererseits so masslos zu erhöhen?

Ethische Werte

Paul Zinnober begrüsst in seinem Kommentar im Vaterland vom 12.11.2022, in Bezug auf die ethischen Werte, dass die IG VolksMeinung im Zusammenhang mit dem Casinoboom die Diskussion um wesentliche Fundamente des Staates angefacht hat.

Interview mit dem Casinoverband

Die Casinos würden dem Land nicht nur Steuereinnahmen bringen, wie der Verband im Interview zur Volksabstimmung über das Casino-Verbot sagt. Deren Mitglieder würden sich auch dem Standort verpflichtet sehen und Kultur sowie Sport unterstützen.
Anmerkung: Die Hauptlast dafür, dass in Liechtenstein Kultur und Sport möglich ist, tragen auf vielfältige Weise die öffentliche Hand und die hauptsächlich ehrenamtlichen Beteiligten in den Vereinen und Organisationen.
Volksblatt vom 12.11.2022

Casinoverband will Regulierungen, kein Verbot

Die Landeszeitungen berichten am 11.11.2022 vom Einstieg des Casinoverbands in den Abstimmungskampf für ein Casino-Verbot. Sie sagen Ja zu Regulierungen und meinen, dass Verbote keine Probleme lösen.
Anmerkung: Es tönt unglaubwürdig, wenn der Casinoverband, dessen Mitglieder mit ihrem hemmungslosen Wildwuchs die ganze Misere verursachten, die Probleme mit einer Regulierung in deren Sinne lösen wollen.
Die IG VolksMeinung vertritt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, was eigentlich Aufgabe der Regierung sein sollte.

Moratorium knapp vom Landtag angenommen

Die Landeszeitungen berichten am 5.11.2022 über die Diskussion vom Vortag im Landtag und dessen knappe Zustimmung. Der Antrag der Regierung, das Gesetz als dringlich zu erklären, wurde mit nur einer Gegenstimme abgelehnt.
Anmerkungen: Vize-Regierungschefin Monauni und die Befürworter:innen haben immer wieder die Sperrlisten als Pfeiler des Moratoriums angepriesen. Aber nicht eine Stimme davon hat glaubhaft erklärt, wie diese Sperrlisten das Problem lösen könnten.
Die Regierung wollte mit ihrem Vorgehen das verfassungsrechtlich geschützte Initiativrecht untergraben. Es ist ihr nicht ganz gelungen und wirft mehr Fragen auf als es das Kernproblem löst.