Jackpot

Waltraud Heeb, Ruggell, hinterfragt in ihrem Leserbrief vom 26.11.2022 in den Landeszeitungen die hohen Casino-Einnahmen für das Land und verweist auf den Preis, den Familien dafür bezahlen mussten.

Späte Einsicht

Der DpL-Landtagsabgeordnete Herbert Elkuch erinnert in seinem Leserbrief, im Vaterland vom 26.11.2022, daran, dass die Abgeordneten der DpL (damals noch Partei „du“) bereits am 2. März 2015 eine Geldspielabgabe von 25 % vorschlugen, was die Regierung aber ablehnte.

Armes Liechtenstein

Marco Nescher, Schaan, schreibt in seinem Leserbrief vom 23.11.2022: „Wenn eine Regierung von einem reichen Land wie Liechtenstein sagt, wir brauchen das Geld von den Casinos, dann ist sie nicht glaubwürdig.“

1000 „einarmige Banditen“

Franz Schädler, Triesenberg, erklärt in seinem Leserbrief vom 18.11.2022 die vom Casinoverband am 11.11. erwähnte „enorme Aufsicht“ und stellt fest, dass die Prüfung der Einstellungen der Rückzahlungsquote zwar durch ein zertifiziertes Unternehmen vorgenommen wird, dass aber die Prüftermine jeweils zum Voraus bekannt gegeben werden.

Casinos und die Rentner

Walter Meier, Mauren, spricht sich in seinem Leserbrief im Vaterland vom 16.11.2022 – und im Volksblatt vom 19.11.2022 – für eine Beibehaltung der Casinos aus und würde u.a. die Einnahmen der AHV und den Krankenkassen zugutekommen lassen.
Anmerkung: Ist es nicht eine wichtige Aufgabe der älteren Generation, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und darauf hinzuweisen, dass Glaubwürdigkeit bedeutet, auch die Einnahmen zu hinterfragen? Auf unserer Homepage gibt es genügend Argumente gegen die Aussagen im erwähnten Leserbrief.

Der Lobbyismus funktioniert

Marco Nescher, Schaan, fragt in seinem Leserbrief vom 14.11.2022 im Volksblatt und vom 15.11. im Vaterland, wieso Herr Fischer vom Casino-Verband in seiner Pressemitteilung nichts über die Anzahl der Geldspielautomaten in Liechtenstein erwähnte? (Es sind über 1’000 aufgestellte und nachweislich spielsüchtig machende Automaten).

Nein

In seinem Leserbrief vom 14.11.2022 in den Landeszeitungen meint Herbert Hilbe, Schaan, dass er als Suchtberater für die Initiative stimmen müsste, dennoch sei er der Meinung, dass ein Casinoverbot nichts in der Verfassung zu suchen habe.
Anmerkung: Unsere, von der Regierung bestätigten rechtlichen Abklärungen im Vorfeld haben ergeben, dass wegen der Tangierung von Landes- und EWR-Recht nur eine Verfassungs-Initiative möglich ist. Der Grund dafür ist das 2016 beschlossene „Polizei-Bewilligungsverfahren“.

Demokratiepolitische Bedenken? Fehlanzeige!

Die Fraktion der Freien Liste erklärt, im Forumsbeitrag im Vaterland und im Leserbrief im Volksblatt vom 12.11.2022, dass, wenn eine Volksinitiative vorliegt, es für die Volksvertretung oberstes Gebot sei, alles zu tun, um eine möglichst freie und unverfälschte Stimmabgabe zu garantieren – und offensichtlichen Störmanövern die rote Karte zu zeigen.

Ein oder zwei Casinos?

Franz Schädler, Triesenberg, befasst sich in seinem Leserbrief vom 10.11.2022 in den Landeszeitungen mit der Dauerfrage: Warum nicht ein oder zwei Casinos? Die Antwort sei eindeutig: Durch die Gesetzesänderung von 2016 (Polizeibewilligung) wurden zwar Tür und Tor für uneingeschränkte Spielhöllen in Liechtenstein geöffnet, die gesetzlichen Möglichkeiten für nachträgliche, sinnvolle Korrekturen wurden aber nicht vorgesehen. Wer die Treiber waren, wurde nie hinterfragt. Mit der Abstimmung habe die Bevölkerung die Wahl zwischen einem Liechtenstein ohne Casinos oder einem ausser Kontrolle geratenen Casinoboom. Das Moratorium sei nur Sand in die Augen für die besorgte Bevölkerung, schiebe das Problem auf, löse es aber nicht.