Aus der gleichen Masche gestrickt …

Im Vaterland vom 24.1.2023 sind der Forumsbeitrag und ein Leserbrief aus der gleichen Masche von Halb- und Unwahrheiten gestrickt :
Grenzgänger verbieten? Der Casinoverband unterstellt der IG VolksMeinung, sie sei gegen die Grenzgänger, bemüht dabei, aus dem Zusammenhang gerissen, u.a. einen „früheren Schweizer Bundespräsidenten“ und suggeriert, das Fürstenhaus sei klar für ein Nein zum Casinoverbot.
Kein Verbot in die Verfassung, Mike Kieber, Ruggell, will kein Verbot in der Verfassung, sagt nein zur Vernichtung von 500 Arbeitsplätzen und von jährlichen Staatseinnahmen von 50 Millionen Franken.
Anmerkung: Mike Kieber ist die starke Person der „Berserker Martial Arts Academy Liechtenstein in Balzers„. Hauptsponsor: Casino Schaanwald.

Millionenbetrag und Arbeitsplätze

Im Forumsbeitrag vom 23.1.2023 weist die IG VolksMeinung auf die verschiedenen digitalen Inserate des Casinoverbandes hin, in denen gefragte wird, ob Liechtenstein auf 50 Millionen verzichten soll.
Es ist offensichtlich, dass die Casinos selbst nicht auf das Doppelte dieser Summe verzichten wollen und sie unterlassen es zu sagen, dass die 500 Arbeitsplätze, auf die sie ebenfalls hinweisen, zum überwiegenden Teil von Personen besetzt sind, die weder im Land wohnen noch hier Steuern zahlen.

Ja zu unseren Casinos

Norman Wille, Vaduz, meint im Volksblatt vom 23.1.2023, dass Liechtenstein erfolgreich vormache, was man als Gesellschaft alles tun kann, um im brutalen Kampf ums weltwirtschaftliche Überleben zu bestehen.
Anmerkung: Ja, es ist bemerkenswert, wie die Casinos mit einem Drittel Abgaben das Doppelte dazu gewinnen, ein krisensicheres Geschäft – auf Kosten unseres Landes!

Reaktionen auf den „Goldesel“ von Stefan Sprenger

Der „Einwurf“ von Stefan Sprenger im Volksblatt vom 19.1.2023 hat verschiedene Gedankengänge geweckt:
Sie füttern uns an, damit wir wegschauen: Adolf Ritter, Mauren, schreibt, dass die Casinos nach dem Prinzip „maximaler Nutzen – minimaler Schaden“ funktionieren. Diese Strategie sei ein Déja-vu und die Abstimmung ein Prüfstein, ob wir unseren moralischen Kompass erneut in den Wind hängen und Gier vor Anstand, Scham und Ruf kommt.
Harry Quaderer, Schaan, meint, „Mit vollen Hosen ist gut stinken.“
Wer gibt schon 10 000 Franken im Monat für Lebensmittel aus? fragt Stefanie Leibfried, Eschen, und rechnet vor, dass der durchschnittliche Besucher mit dem Geld der Casino-Einnahmen, die nur zu einem kleineren Teil in die Staatskassen fliessen, für die verspielten 335 Franken den Kühlschrank füllen könnte und würde nicht süchtig, dasselbe am nächsten Tag wieder zu tun.

Spielen …

Hans Jaquemar, Nendeln, schreibt in seinem Leserbrief vom 20.1.2023, dass, „wenn es beim Spielen auch um Geld geht, verliert das Spiel seine Unschuld und seinen eigentlichen Sinn.“
Freilich sei er sich bewusst, dass in einer Gesellschaft, wo Materielles der höchste Wert sei, dieser Gedanke fremd ist und auch in der Politik kein Verständnis findet.

Wildgänse rauschen …

Wolfgang Risch, Triesen, bezieht sich in seinem Leserbrief vom 20.1.2023 im Vaterland (und mit gleichem Inhalt am 21.1. im Volksblatt mit dem Titel „Es fehlt an Weitsicht und guten Willen“) auf die Äusserungen vom 19.1.2023 von Jo Schädler, Bendern, der die Strassensituation in unserem Land kritisiert und den „Moralaposteln“ der IG den Rat erteilt, dass Vermögen sei nicht, „es zu haben, sondern wissen, mit ihm umzugehen“.