Die Abstimmung über die Initiative zu einem Casinoverbot haben wir zwar deutlich verloren, dennoch beobachten wir mit einer gewissen Zufriedenheit die positive Entwicklung seither im Sinne einer Redimensionierung der liechtensteinischen Casinolandschaft als Folge unserer Initiative. Die Situation, wie sie sich jetzt darstellt, erachten wir nach wie vor nicht als gut, doch um einiges besser als die Exzesse zum Schaden der Reputation unseres Landes, die wir in den Casino-Boomjahren mit ansehen mussten. Noch fehlt bedauerlicherweise ein Sperrlistenaustausch mit Österreich. Doch was nicht ist, kann noch werden.
Wir haben uns dennoch entschlossen, unseren Verein Volksmeinung auf Ende dieses Jahres aufzulösen und zählen darauf, dass viele Menschen, die unsere Bedenken und Sorgen teilen, die weitere Entwicklung mit einem wachsamen Auge verfolgen werden, und danken ihnen an dieser Stelle herzlich für die langjährige und aktive Unterstützung.
Ebenso danken wir der damaligen Regierung und insbesondere der zuständigen Ministerin Sabine Monauni und den sie unterstützenden Landtagsabgeordneten für die zielstrebige und effektive Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Sperrlistenaustausch, welche die entsprechenden Wirkungen zeigten, welche unserem Land sehr zum Wohle gereichen.
Auch wenn wir den Verein jetzt auflösen, werden wir die Webseite „www.volksmeinung.li“ noch bis auf weiteres aufrechterhalten, da sie immer noch grossen Zuspruch und Interesse geniesst, wie die mehr als 205‘000 Zugriffe von über 52‘000 Personen allein in diesem Jahr zeigen. Insgesamt gab es seit Mai 2021 über 1‘235‘000 Abfragen.
Das noch verbliebene Vereinsvermögen in der Höhe von CHF 7‘000 haben wir der Yana Stiftung und der liechtensteinischen Caritas gespendet.
Hansjörg Frick, für den Verein IG Volksmeinung
Pressemitteilung im „Vaterland“ vom 4.11.2026
