Casino-Sperrlisten sind kein Heilmittel

In seinem Leserbrief im Volksblatt vom 24.10.2022, am 25.10. im VL, weist Marco Nescher, Schaan, auf die Aussage an einer Pressekonferenz von Frau Regierungschef-Stellvertreterin Monauni hin, wo sie sagt, “ … dass es uns wichtig ist, dass wir keine Spieler da haben, welche Suchtpotenzial haben. Auf keinen Fall möchten wir einen Markt sein für gesperrte Spieler aus dem Ausland …“
Leider verkennt sie aber die Realität, dass der Übergang von einem Glückspielverhalten mit Spasscharakter zu problematischem Glücksspielverhalten bis hin zur Abhängigkeit fliessend ist und sich über Jahre hinweg entwickelt.

An unsere Banken

Guido Meier spricht in seinem Leserbrief vom 14.10.2022, in den Landeszeitungen, eine potenziell gefährliche Gleichsetzung der Banken mit Spielbanken an.
Anmerkung: Wenn’s ums Geldverdienen geht, scheinen gewisse unserer Banken ihre hehren Aussagen von Nachhaltigkeit und Reputation zu vergessen.

Der Staat schaut zu

Marco Nescher zitiert in seinem Leserbrief vom 14.10.22, in den Landeszeitungen, eine Schlagzeile aus einer Doku des Bayrischen Rundfunkts: „Jetzt mal ehrlich – immer mehr Spielsüchtige und der Staat schaut zu“.
Anmerkung: Tönt es so nicht auch bei uns?

Regierung vertritt die Interessen der Casinobetreiber

Helen Marxer, Vaduz, schreibt in ihrem Leserbrief vom 7.10.22 im Volksblatt und vom 8.10.22 im Vaterland, u.a. dass das Moratorium das Problem nicht löse, dass die Spielsucht so weiterhin Existenzen zerstöre, Leid in die Familien bringe und Gemeinden, z.B. in der Schweiz zwinge, Spielsüchtige, die inzwischen zu Sozialfällen geworden sind, mit Steuergeldern zu unterstützen.

Warum Casinos limitieren?

Erich Chudy, Triesen, plädiert in seinem Leserbrief im Volksblatt vom 6.10.2022 dafür, dass der Staat nicht in den Markt reinpfuschen soll.
Anmerkung: Dass sich der Markt eben NICHT von selbst reguliert, wird durch die trotz eines Moratoriums prognostizierten höheren Einnahmen bestätigt.