Der Staat schaut zu

Marco Nescher zitiert in seinem Leserbrief vom 14.10.22, in den Landeszeitungen, eine Schlagzeile aus einer Doku des Bayrischen Rundfunkts: „Jetzt mal ehrlich – immer mehr Spielsüchtige und der Staat schaut zu“.
Anmerkung: Tönt es so nicht auch bei uns?

Dem Volk eine Stimme geben

Leserbrief in den Landeszeitungen vom 12.10.22
Gebt dem Volk eine Stimme! Bitte schickt die Unterschriftenbögen bis Freitag, den 14. Oktober, ausgefüllt zurück. So können wir uns zu unserem Land und zu unseren Werten bekennen!
IG VolksMeinung

Die IG VolksMeinung will eine Abstimmung noch in diesem Jahr – die Regierung ein Moratorium

Die Landeszeitungen berichten am 12.10.2022 breit über das Geschehen an der „Casinofront“: Einerseits habe die IG VolksMeinung das erforderliche Quorum erreicht, werbe ab weiterhin um Stimmen und andererseits führe der Casino-Verband eine Telefon-Umfrage durch und halte sich ansonsten noch bedeckt.
Das Vorgehen der Regierung mit dem Moratorium vor der Volksbefragung finde die IG unfair, ebenso ein Hinauszögern der Abstimmung ins neue Jahr.

Casino-Moratorium, ein klägliches Eingeständnis

In den Landeszeitungen vom 12.10.2022 (Forumsbeitrag im Vaterland und Leserbrief im Volksblatt) nimmt die IG VolksMeinung Stellung zum in einer Pressekonferenz gross angekündigten Casino-Moratorium. Sie nennt das Vorgehen ein „klägliches Eingeständnis, dass es der Regierung an Ideen, Weitsicht und Willen fehlt, der Casino-Misere ein Ende zu bereiten“.

Casino-Moratorium: Falsche Zeit, falscher Weg

Mitten im Verdrängungskampf auf dem Geldspielmarkt würde das geplante Casino-Moratorium
Mitbewerber von aussen, die womöglich ein besseres, kreativeres Konzept haben, per se ausschliessen. „Das kann nicht im Interesse der Allgemeinheit sein“, findet Volksblatt.li-Redaktor
David Sele.

Ein Kommentar im Plus-Artikel vom 9.10.2022

Casino-Verbot: Nicht sein kann, was nicht sein darf …

Messbare Missstände gebe es nicht, schreibt das Volksblatt am 8.10.2022 auf der Titelseite, auch keine negativen Auswirkungen und sogar die Einnahmen stünden nicht im Fokus für die Regierung, sondern die wachsenden Vorbehalte in der Bevölkerung.
Zudem gibt es erste Stellungnahmen der im Landtag vertretenen Parteien, wobei das Bewilligungs-Moratorium teilweise hinterfragt wird, nicht aber der angestrebte Volksentscheid für ein Casino-Verbot.

Regierung vertritt die Interessen der Casinobetreiber

Helen Marxer, Vaduz, schreibt in ihrem Leserbrief vom 7.10.22 im Volksblatt und vom 8.10.22 im Vaterland, u.a. dass das Moratorium das Problem nicht löse, dass die Spielsucht so weiterhin Existenzen zerstöre, Leid in die Familien bringe und Gemeinden, z.B. in der Schweiz zwinge, Spielsüchtige, die inzwischen zu Sozialfällen geworden sind, mit Steuergeldern zu unterstützen.