
Wie, vorab am 14.12. bereits online, melden die Landeszeitungen am 15.12.2022, dass am Freitag das erste Casino in Vaduz eröffnet. Dies, nachdem in letzter Zeit zwei geschlossen wurden.

Wie, vorab am 14.12. bereits online, melden die Landeszeitungen am 15.12.2022, dass am Freitag das erste Casino in Vaduz eröffnet. Dies, nachdem in letzter Zeit zwei geschlossen wurden.
Das Vaterland hat den noch – zum Teil schon über ein Jahr – ausstehenden Bewilligungen für drei Casinos einen Artikel gewidmet. Über die Gründe werde geschwiegen und weiter: „… Durch die bevorstehende Volksabstimmung über ein Casino-Verbot besteht aber auch der Verdacht, dass es politisch nicht gewollt ist, dass bis dahin noch ein Casino eröffnet wird.
„Drei Casinos warten noch auf ihre Bewilligung“ weiterlesen
Das Casino Maximus in Schaan ist das einzige Gebäude Liechtensteins, welches speziell für einen Spielbankenbetrieb gebaut wurde. So hat es in den ersten zwei Geschossen keine Fenster.
Das Vaterland thematisiert in seiner Ausgabe vom 29.11.2022 die verschiedenen Optionen und stellt fest, dass das Maximus von Beginn weg unter keinem guten Stern stand und dass die Novomatic-Gruppe praktisch eine Monopolstellung habe.
Anmerkung: Und sollte die Casino-Initiative abgelehnt werden, könnte das Casino Maximus schnell wieder belebt sein, oder etwa nicht …?
Siehe etwas schmunzelnd in den Hintergrund: „Gute Nacht Österreich„.
In den Landeszeitungen vom 26.11.2022 sehen die Stv. Regierungschefin Sabine Monauni (Volksblatt) und die Landtagsabgeordnete Norma Heidegger (Vaterland) einen Konsolidierungsprozess bei den Casinos bzw. Fortschritte in der Problemlösung.
Anmerkungen: Gibt es durch diese Massnahmen einen Spielautomaten weniger im Land? Wird sich der gesamte Bruttospielertrag dadurch verringern? Warum gilt nach wie vor kein Rauchverbot?
Das Vaterland meldet am 25.11.2022, dass die Freie Liste am Vortag mit einer deutlichen Mehrheit der versammelten Parteimitglieder die Initiative für ein Casino-Verbot befürwortete.

Das Schaaner Casino schiesst nach sechs Monaten Betrieb seine Tore. „Es kann nicht nachhaltig profitabel betrieben werden“, heisst es.
Die Landeszeitungen berichten am 25.11.2022 darüber.

Die Landeszeitungen berichten in ihren Ausgaben vom 24.11.2022, dass der boomende Casinomarkt dem Staat bisher 118 Millionen Franken bescherte. Die Regierung wolle die Spielbanken nicht weghaben, doch zumindest vergrämen, sprich noch mehr Geld einnehmen.
Anmerkung: Das Image, dass Liechtenstein seinen Namen für Geld verkauft, wird verstärkt, weil nun auch noch die Gier dazu kommt.
Das Volksblatt berichtet am 16.11.2022 über die Besucher in den Liechtensteiner Casinos und stellt anhand von Statistiken fest, dass nur gerade 10 Prozent davon aus Liechtenstein sind.
Anmerkung: Ist es aus freund-nachbarlicher Sicht klug, die in den Nachbarländern bewusst restriktiv gehaltene Casino-Angebote unsererseits so masslos zu erhöhen?

Paul Zinnober begrüsst in seinem Kommentar im Vaterland vom 12.11.2022, in Bezug auf die ethischen Werte, dass die IG VolksMeinung im Zusammenhang mit dem Casinoboom die Diskussion um wesentliche Fundamente des Staates angefacht hat.
Die Casinos würden dem Land nicht nur Steuereinnahmen bringen, wie der Verband im Interview zur Volksabstimmung über das Casino-Verbot sagt. Deren Mitglieder würden sich auch dem Standort verpflichtet sehen und Kultur sowie Sport unterstützen.
Anmerkung: Die Hauptlast dafür, dass in Liechtenstein Kultur und Sport möglich ist, tragen auf vielfältige Weise die öffentliche Hand und die hauptsächlich ehrenamtlichen Beteiligten in den Vereinen und Organisationen.
Volksblatt vom 12.11.2022