Die IG VolksMeinung nimmt im Forumsbeitrag – im Vaterland vom 25.11.2022 – Bezug auf die „Wirtschaft-regional“-Ausgabe vom 18.11., worin die Top-Arbeitgeber unseres Landes vorgestellt und von der Regierungschef-Stellvertreterin – zurecht – gelobt werden. Letztere sagte in einem anderen Zusammenhang, dass wir die Steuereinnahmen von den Casinos brauchen. Ein Widerspruch! Unser Land hatte schon bevor die Casinos kamen genügend Mittel, das nicht immer bescheidene Budget zu decken.
Casino Maximus schliesst per 30. November

Das Schaaner Casino schiesst nach sechs Monaten Betrieb seine Tore. „Es kann nicht nachhaltig profitabel betrieben werden“, heisst es.
Die Landeszeitungen berichten am 25.11.2022 darüber.
Geld versus Moral
Die IG VolksMeinung stellt am 24.11.2022 in den Landeszeitungen vom 24.11.2022 die Frage der Moral zur Diskussion.
Wollen wir wirklich ALLLES fürs Geld tun? Ohne Rücksicht auf die vielschichtigen Langzeitfolgen?
Casino-Abgaben-Regierung will mehr Handlungsspielraum

Die Landeszeitungen berichten in ihren Ausgaben vom 24.11.2022, dass der boomende Casinomarkt dem Staat bisher 118 Millionen Franken bescherte. Die Regierung wolle die Spielbanken nicht weghaben, doch zumindest vergrämen, sprich noch mehr Geld einnehmen.
Anmerkung: Das Image, dass Liechtenstein seinen Namen für Geld verkauft, wird verstärkt, weil nun auch noch die Gier dazu kommt.
Armes Liechtenstein
Marco Nescher, Schaan, schreibt in seinem Leserbrief vom 23.11.2022: „Wenn eine Regierung von einem reichen Land wie Liechtenstein sagt, wir brauchen das Geld von den Casinos, dann ist sie nicht glaubwürdig.“
1000 „einarmige Banditen“
Franz Schädler, Triesenberg, erklärt in seinem Leserbrief vom 18.11.2022 die vom Casinoverband am 11.11. erwähnte „enorme Aufsicht“ und stellt fest, dass die Prüfung der Einstellungen der Rückzahlungsquote zwar durch ein zertifiziertes Unternehmen vorgenommen wird, dass aber die Prüftermine jeweils zum Voraus bekannt gegeben werden.
Casinos ohne inländisches Bedürfnis
Das Volksblatt berichtet am 16.11.2022 über die Besucher in den Liechtensteiner Casinos und stellt anhand von Statistiken fest, dass nur gerade 10 Prozent davon aus Liechtenstein sind.
Anmerkung: Ist es aus freund-nachbarlicher Sicht klug, die in den Nachbarländern bewusst restriktiv gehaltene Casino-Angebote unsererseits so masslos zu erhöhen?
Casinos und die Rentner
Walter Meier, Mauren, spricht sich in seinem Leserbrief im Vaterland vom 16.11.2022 – und im Volksblatt vom 19.11.2022 – für eine Beibehaltung der Casinos aus und würde u.a. die Einnahmen der AHV und den Krankenkassen zugutekommen lassen.
Anmerkung: Ist es nicht eine wichtige Aufgabe der älteren Generation, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und darauf hinzuweisen, dass Glaubwürdigkeit bedeutet, auch die Einnahmen zu hinterfragen? Auf unserer Homepage gibt es genügend Argumente gegen die Aussagen im erwähnten Leserbrief.
Der Lobbyismus funktioniert
Marco Nescher, Schaan, fragt in seinem Leserbrief vom 14.11.2022 im Volksblatt und vom 15.11. im Vaterland, wieso Herr Fischer vom Casino-Verband in seiner Pressemitteilung nichts über die Anzahl der Geldspielautomaten in Liechtenstein erwähnte? (Es sind über 1’000 aufgestellte und nachweislich spielsüchtig machende Automaten).
Nein
In seinem Leserbrief vom 14.11.2022 in den Landeszeitungen meint Herbert Hilbe, Schaan, dass er als Suchtberater für die Initiative stimmen müsste, dennoch sei er der Meinung, dass ein Casinoverbot nichts in der Verfassung zu suchen habe.
Anmerkung: Unsere, von der Regierung bestätigten rechtlichen Abklärungen im Vorfeld haben ergeben, dass wegen der Tangierung von Landes- und EWR-Recht nur eine Verfassungs-Initiative möglich ist. Der Grund dafür ist das 2016 beschlossene „Polizei-Bewilligungsverfahren“.
