Kleiner Gernegross

Unser Ländle schreibt derzeit eine «Gernegross-Geschichte». Von verschiedenen Seiten werden wir darauf hingewiesen: «Ist der Casino-Fussabdruck nicht zu gross für das winzige Fürstentum?», fragt die «New York Times», «Grösster Casino-Hotspot in Europa», ist in der «Süddeutschen Zeitung» zu lesen und «Las Vegas der Alpen» wird mehrmals erwähnt. (Siehe unsere Webseite, Rubrik «Auslandpresse»).

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Demokratiepolitische Bedenken? Fehlanzeige!

Die Fraktion der Freien Liste erklärt, im Forumsbeitrag im Vaterland und im Leserbrief im Volksblatt vom 12.11.2022, dass, wenn eine Volksinitiative vorliegt, es für die Volksvertretung oberstes Gebot sei, alles zu tun, um eine möglichst freie und unverfälschte Stimmabgabe zu garantieren – und offensichtlichen Störmanövern die rote Karte zu zeigen.

Interview mit dem Casinoverband

Die Casinos würden dem Land nicht nur Steuereinnahmen bringen, wie der Verband im Interview zur Volksabstimmung über das Casino-Verbot sagt. Deren Mitglieder würden sich auch dem Standort verpflichtet sehen und Kultur sowie Sport unterstützen.
Anmerkung: Die Hauptlast dafür, dass in Liechtenstein Kultur und Sport möglich ist, tragen auf vielfältige Weise die öffentliche Hand und die hauptsächlich ehrenamtlichen Beteiligten in den Vereinen und Organisationen.
Volksblatt vom 12.11.2022

Casinoverband will Regulierungen, kein Verbot

Die Landeszeitungen berichten am 11.11.2022 vom Einstieg des Casinoverbands in den Abstimmungskampf für ein Casino-Verbot. Sie sagen Ja zu Regulierungen und meinen, dass Verbote keine Probleme lösen.
Anmerkung: Es tönt unglaubwürdig, wenn der Casinoverband, dessen Mitglieder mit ihrem hemmungslosen Wildwuchs die ganze Misere verursachten, die Probleme mit einer Regulierung in deren Sinne lösen wollen.
Die IG VolksMeinung vertritt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, was eigentlich Aufgabe der Regierung sein sollte.

Ein oder zwei Casinos?

Franz Schädler, Triesenberg, befasst sich in seinem Leserbrief vom 10.11.2022 in den Landeszeitungen mit der Dauerfrage: Warum nicht ein oder zwei Casinos? Die Antwort sei eindeutig: Durch die Gesetzesänderung von 2016 (Polizeibewilligung) wurden zwar Tür und Tor für uneingeschränkte Spielhöllen in Liechtenstein geöffnet, die gesetzlichen Möglichkeiten für nachträgliche, sinnvolle Korrekturen wurden aber nicht vorgesehen. Wer die Treiber waren, wurde nie hinterfragt. Mit der Abstimmung habe die Bevölkerung die Wahl zwischen einem Liechtenstein ohne Casinos oder einem ausser Kontrolle geratenen Casinoboom. Das Moratorium sei nur Sand in die Augen für die besorgte Bevölkerung, schiebe das Problem auf, löse es aber nicht.

Casinoerträge

In einer Antwort auf den Leserbrief von Silvia Ritter, Mauren, vom 8.11., meint Wolfgang Risch am 10.11.2022 in den Landeszeitungen, dass wir finanzpolitisch etwas falsch gemacht hätten, wenn wir nur wegen fehlender Casinoeinnahmen den Gürtel enger schnallen müssten.
Nachtrag: Die Antwort von Silvia Ritter vom 11.11.2022 in den Landeszeitungen, womit dieser „Dialog“ abgeschlossen ist.

Dankeschön für die Weitsicht

In den Landeszeitungen vom 9.11.2022 mahnt die IG VolksMeinung, dass das Land mehr mutige und weitsichtige Politiker brauche und bedankt sich insbesondere beim Landtagspräsidenten Albert Frick und den wenigen weiteren Abgeordneten, die „unsere Seelen nicht verkaufen“ wollen.

Casino-Verbot? Ja, klar!

Jochen Hadermann, Triesen, stellt in den Landeszeitungen vom 7.11.2022 fest, dass die Landtagsdiskussion über das Verbot und Moratorium keine neuen Erkenntnisse gebracht habe. Der Wechsel von der Konzession zur Polizeibewilligung war ein krasser Fehler der Politik. Diesen gelte es mit der Annahme der Initiative der IG VolksMeinung zu korrigieren.

Luftheuler

Marco Nescher, Schaan, vergleicht im Volksblatt vom 7.11.2022 (im Vaterland am 8.11.) die Behauptung der Regierung, die Sperrlisten würden die Casino-Probleme lösen, mit einem bis vor ein paar Jahren noch erlaubten Luftheuler, der billig war, Lärm verursachte, wild durch die Gegend fauchte und dann ausgebrannt – übelriechend – zu Boden fiel.