Mit Interesse verfolge ich die Casino-Diskussionen …

Dazu möchte ich folgendes einbringen:
Von den Casino-Unterstützern werden gerne drei Hauptargumente eingebracht:
1. «Wir sind nicht alle so reich und «ja» wir benötigen das Geld für die Pflegehilfe oder den Behindertenverband, für unsere Senioren oder als Zuschuss für die ärmeren Bevölkerungsschichten.»
2. «Warum geht man nicht gegen die anderen Süchte die Drogen, Alkohol oder Zigaretten an?»
3. «Ein Verbot bringt nichts, denn die Leute werden sowieso spielen – und gehen dann halt nach Bregenz oder in die umliegenden CH-Casinos, oder noch einfacher: spielen online.»

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Unsägliche Doppelmoral

Marco Nescher, Schaan, berichtet in seinem Leserbrief vom 25.1.2023, dass Mike Kieber, der wiederholt gegen Casinogegner wetterte und sie gar der Doppelmoral bezichtigte, mit seinem Kampfsportverein vom Sponsoring des Casinos Schaanwald lebt.
Mike Kieber seinerseits antwortet am 26.1.2023 ziemlich blutarm in einem Leserbrief.

Aus der gleichen Masche gestrickt …

Im Vaterland vom 24.1.2023 sind der Forumsbeitrag und ein Leserbrief aus der gleichen Masche von Halb- und Unwahrheiten gestrickt :
Grenzgänger verbieten? Der Casinoverband unterstellt der IG VolksMeinung, sie sei gegen die Grenzgänger, bemüht dabei, aus dem Zusammenhang gerissen, u.a. einen „früheren Schweizer Bundespräsidenten“ und suggeriert, das Fürstenhaus sei klar für ein Nein zum Casinoverbot.
Kein Verbot in die Verfassung, Mike Kieber, Ruggell, will kein Verbot in der Verfassung, sagt nein zur Vernichtung von 500 Arbeitsplätzen und von jährlichen Staatseinnahmen von 50 Millionen Franken.
Anmerkung: Mike Kieber ist die starke Person der „Berserker Martial Arts Academy Liechtenstein in Balzers„. Hauptsponsor: Casino Schaanwald.

Ja zu unseren Casinos

Norman Wille, Vaduz, meint im Volksblatt vom 23.1.2023, dass Liechtenstein erfolgreich vormache, was man als Gesellschaft alles tun kann, um im brutalen Kampf ums weltwirtschaftliche Überleben zu bestehen.
Anmerkung: Ja, es ist bemerkenswert, wie die Casinos mit einem Drittel Abgaben das Doppelte dazu gewinnen, ein krisensicheres Geschäft – auf Kosten unseres Landes!

Reaktionen auf den „Goldesel“ von Stefan Sprenger

Der „Einwurf“ von Stefan Sprenger im Volksblatt vom 19.1.2023 hat verschiedene Gedankengänge geweckt:
Sie füttern uns an, damit wir wegschauen: Adolf Ritter, Mauren, schreibt, dass die Casinos nach dem Prinzip „maximaler Nutzen – minimaler Schaden“ funktionieren. Diese Strategie sei ein Déja-vu und die Abstimmung ein Prüfstein, ob wir unseren moralischen Kompass erneut in den Wind hängen und Gier vor Anstand, Scham und Ruf kommt.
Harry Quaderer, Schaan, meint, „Mit vollen Hosen ist gut stinken.“
Wer gibt schon 10 000 Franken im Monat für Lebensmittel aus? fragt Stefanie Leibfried, Eschen, und rechnet vor, dass der durchschnittliche Besucher mit dem Geld der Casino-Einnahmen, die nur zu einem kleineren Teil in die Staatskassen fliessen, für die verspielten 335 Franken den Kühlschrank füllen könnte und würde nicht süchtig, dasselbe am nächsten Tag wieder zu tun.

Spielen …

Hans Jaquemar, Nendeln, schreibt in seinem Leserbrief vom 20.1.2023, dass, „wenn es beim Spielen auch um Geld geht, verliert das Spiel seine Unschuld und seinen eigentlichen Sinn.“
Freilich sei er sich bewusst, dass in einer Gesellschaft, wo Materielles der höchste Wert sei, dieser Gedanke fremd ist und auch in der Politik kein Verständnis findet.

Wildgänse rauschen …

Wolfgang Risch, Triesen, bezieht sich in seinem Leserbrief vom 20.1.2023 im Vaterland (und mit gleichem Inhalt am 21.1. im Volksblatt mit dem Titel „Es fehlt an Weitsicht und guten Willen“) auf die Äusserungen vom 19.1.2023 von Jo Schädler, Bendern, der die Strassensituation in unserem Land kritisiert und den „Moralaposteln“ der IG den Rat erteilt, dass Vermögen sei nicht, „es zu haben, sondern wissen, mit ihm umzugehen“.