„Systemwechsel wäre nicht nötig gewesen“

Das Vaterland bietet am 19.1.2023 Wolfgang Egger einen breiten Raum, seine Meinung zu äussern. Er sieht die Casino-Steuereinnahmen als äusserst wichtige Einnahmequelle, die nicht wegbrechen dürfe.
Anmerkung: Was sichert die Zukunft unserer Jugend besser – unabhängige Tüchtigkeit mit bewährten Werten oder Millionen, die anderswo fehlen?

Nein zum Casinoverbot

Erika Greinix-Gassner, Ruggell, ist in ihrem Leserbrief vom 18.1.2023 gegen ein Casinoverbot, weil dann halt woanders gespielt werde.
Anmerkung: Wir sind nur für unser Land verantwortlich und wenn die rund 90% der Spielenden, die vom Ausland kommen, woanders zocken, ist das ihre Sache und nicht unsere.

Liechtenstein im Glücksspielmodus?

Walter Meier, Vaduz, weist in seinem Leserbrief vom 17.1.2023 auf die Gefahr der Beeinflussung Liechtensteins durch die Casinoindustrie hin, auf Souveränitäts- und Identitätsverlust und plädiert dafür, mit einem Ja für ein Casinoverbot die über 300-jährige, glückliche und casinofreie Geschichte Liechtensteins fortzuschreiben.

Unsägliche Doppelmoral

Mike Kieber, Mauren, sieht im Vaterland vom 17.1.203 die Casino-Millionen für die AHV und bezichtigt Guido Meier der Doppelmoral, weil er seit über 20 Jahren Honorarkonsul des „Casino-Hotspots Monaco“ sei. Zudem gehe es um über 500 Arbeitsplätze und eine hohe indirekte Wertschöpfung.
Anmerkungen: Ja, es gäbe – vor allem, im Vergleich zu unseren Nachbarn – Sparpotenzial in Liechtenstein, besonders was die persönlichen Ansprüche gewisser Privater betrifft.
Was hat das Ehrenamt eines Honorarkonsuls von Monaco mit Doppelmoral zu tun? Monaco ist ein anerkannter Staat, hat ein einziges Casino, das vom Staat geführt ist und die Monegassen selbst dürfen darin nicht spielen.
Wie viele der erwähnten 500 Arbeitsplätze sind von in unserem Lande wohnhaften Menschen besetzt?