Guido Meier, Vaduz, der am Vortag von Mike Kieber (Unsägliche Doppelmoral) wegen seinem Amt als Honorarkonsul von Monaco übel beschimpft wurde, stellt am 18.1.2023 die Tatsachen ins richtige Licht.
Nein zum Casinoverbot
Erika Greinix-Gassner, Ruggell, ist in ihrem Leserbrief vom 18.1.2023 gegen ein Casinoverbot, weil dann halt woanders gespielt werde.
Anmerkung: Wir sind nur für unser Land verantwortlich und wenn die rund 90% der Spielenden, die vom Ausland kommen, woanders zocken, ist das ihre Sache und nicht unsere.
Zum Abstimmungstext der Regierung
Helen Marxer, Vaduz, bemängelt in ihrem Leserbrief vom 18.1.2023 in den Landeszeitungen, dass im Regierungstext die Casinos zu wohltätigen Organisationen mutieren, obwohl nur ein Bruchteil der satten Gewinne an gemeinnützige Projekte gehen.
„Rechne mit höherer Stimmbeteiligung“
Das Vaterland schreibt am 18.1.2023, dass Thomas Milic vom Liechtenstein Institut von einem grossen Interesse ausgeht, weil das Thema Casinoverbot emotional besetzt ist.
Liechtenstein im Glücksspielmodus?
Walter Meier, Vaduz, weist in seinem Leserbrief vom 17.1.2023 auf die Gefahr der Beeinflussung Liechtensteins durch die Casinoindustrie hin, auf Souveränitäts- und Identitätsverlust und plädiert dafür, mit einem Ja für ein Casinoverbot die über 300-jährige, glückliche und casinofreie Geschichte Liechtensteins fortzuschreiben.
Unsägliche Doppelmoral
Mike Kieber, Mauren, sieht im Vaterland vom 17.1.203 die Casino-Millionen für die AHV und bezichtigt Guido Meier der Doppelmoral, weil er seit über 20 Jahren Honorarkonsul des „Casino-Hotspots Monaco“ sei. Zudem gehe es um über 500 Arbeitsplätze und eine hohe indirekte Wertschöpfung.
Anmerkungen: Ja, es gäbe – vor allem, im Vergleich zu unseren Nachbarn – Sparpotenzial in Liechtenstein, besonders was die persönlichen Ansprüche gewisser Privater betrifft.
Was hat das Ehrenamt eines Honorarkonsuls von Monaco mit Doppelmoral zu tun? Monaco ist ein anerkannter Staat, hat ein einziges Casino, das vom Staat geführt ist und die Monegassen selbst dürfen darin nicht spielen.
Wie viele der erwähnten 500 Arbeitsplätze sind von in unserem Lande wohnhaften Menschen besetzt?
Rein rechnerisch …
Stefanie Leibfried, Eschen, rechnet im Vaterland vom 17.1.2023, dass sich bei unter 1’000 Besuchen pro Tag der durchschnittliche Bruttospielertrag (BSE) pro Besuch auf 335 Franken erhöht.
Casinos: Mehr Nutzen als Schaden
Das Vaterland berichtet am 17.1.2023 von einer Bachelorarbeit eines Studenten der Universität Freiburg. In der Arbeit wird nur die wirtschaftliche Sicht auf die Fragestellung berücksichtigt. Klar erwähnt wurde, dass die ethischen Fragen der Spielsucht keinerlei Einfluss auf die Erstellung der Arbeit hatten.
Für den Staat von Vorteil sei, dass die vielen Touristen einen grossen Anteil der Glücksspielabgaben berappten. Das bedeute, dass die zusätzlichen Steuereinnahmen für Liechtenstein von Touristen bezahlt würden.
Anmerkung: Das hätte einen weiteren Vorteil, die Touristen müssten für das Bestaunen von „Milchkühen“ nur noch in die Casinos gehen, wahrlich eine Attraktion …
Casinos werden auch in Zukunft nicht zum Land passen
Martin, Wachter, Vaduz, wirft im Volksblatt vom 16.1.2023 einen Blick in die Geschichte und kommt zum Schluss, dass Casinos nie zu unserem Land passten, weder in der Vergangenheit noch heute oder in der Zukunft.
Diskussionssendung im Landeskanal vom 11.1.2023

Das Volksblatt stellt einen Link zur Diskussionssendung vom 11. Januar zur Verfügung.
Teilnehmende: v.l. Sabine Monauni, Regierungs-Chef-Stv.; Willi Frommelt und Guido Meier von der IG VolksMeinung; Reinhard Fischer und Markus Kaufmann vom Casinoverband
Moderation: Tanja Cissé
